Minimal Invasive Chirurgie
von Analfisteln

Leonid Sverdlov
Facharzt für Chirurgie
Privatpraxis

Was ist die FAPP-Methode (Fistula Ablative Plastic Procedure)?

Die von uns 2009 entwickelte minimal invasive Operation erlaubt es, die Analfisteln zu verschließen, ohne große chirurgische Wunden zu erzeugen und ohne den Schließmuskel zu gefährden. Dabei wird eine dünne zirkuläre Gewebeschicht um die Fistel mit einem speziellen Gerät abpräpariert (Bild 2), dann der letzte (fast immer mit dem Epithel ausgekleidete) Fistelwandabschnitt in den Darm umgestülpt, so dass das Epithel sich nicht mehr im Fistelkanal, sondern im Darm befindet.

Der umgestülpte Zylinder wird hier als plastisches Material zum dichten und spannungsfreien Verschluss der inneren Fistelöffnung verwendet. An der Stelle der Hautöffnung bleibt eine ca. 7 mm große Hautwunde. Sie wird entweder mit speziellem Kleber versiegelt oder durch eine Naht verschlossen (Bild 3) und oft mit einem dünnen Silikonschlauch drainiert. Die endgültige Heilung erfolgt in wenigen Wochen. Die Patienten haben in der Zeit keine oder sehr geringe Schmerzen und können sich frei bewegen. Schmerzmittel werden so gut wie nie gebraucht. Abhängig vom Beruf beträgt die Arbeitsunfähigkeitszeit eine bis drei Wochen.

Welche Vorteile hat FAPP-Methode?

  • Die Methode kann sowohl bei oberflächlichen als auch bei tiefen, durch den Schließmuskel oder hinter ihm verlaufenden Fisteln angewandt werden.
  • Keine Schmerzen nach der Operation, auch nicht beim Stuhlgang
  • Patienten können sich wenige Stunden nach dem Eingriff bewegen und normal essen
  • Das Anlegen eines künstlichen Darmausgangs vor der Operation ist nicht erforderlich
  • Es sind keine Komplikationen (wie z.B. Schließmuskelverletzungen) bekannt
  • Die Nachbehandlung ist einfach und erfordert keinen Zeitaufwand
  • Der Eingriff ist mit einer nur sehr kurzen Arbeitsunfähigkeit verbunden

Kann eine rektovaginale Fistel durch die FAPP-Methode beseitigt werden?

Auch rektovaginale Fisteln lassen sich durch FAPP ohne große Wunden und ohne Gefahr für den Schließmuskel verschließen.

Wie lange dauert die Behandlung?

Die Operation selbst dauert eine bis eineinhalb Stunden. Am nächsten oder übernächsten Tag können unsere Patienten (auch wenn sie nicht in Berlin wohnen) völlig unproblematisch mit jedem Verkehrsmittel nach Hause zurückkehren.

Bleiben die Patienten auch nach der Operation im Kontakt mit dem Chirurgen?

Alle Patienten melden sich, sobald sie wieder zu Hause sind, dann in ca. dreitägigen Abständen – bis zur endgültigen Genesung. Der Verlauf wird also vom Chirurgen ständig kontrolliert.

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Wird die Operation ambulant durchgeführt, liegen die Gesamtkosten bei 1200 Euro. Von privaten Kassen werden sie in der Regel voll erstattet. Gesetzlich Versicherte haben die Kosten leider privat zu tragen, das liegt nicht an der Behandlungsmethode, sondern daran, dass der Chirurg kein Kassenarzt ist.

Siehe auch

Patienten schreiben über ihre Erfahrungen

Wurden Sie bei uns behandelt? Wir freuen uns über Ihr Feedback!

Lieber Herr Sverdlov,
ich war bei Ihnen im März letzten Jahres wegen des Verdachts auf eine rektovaginale Fistel. Sie haben mich unter Narkose untersucht und festgestellt, dass eine OP nicht nötig war. Ich habe mich sehr wohl bei Ihnen / Ihrer Behandlung gefühlt und bin Ihnen sehr dankbar. Sie sind ein TOP-Spezialist und ich würde mich Ihnen jederzeit wieder anvertrauen falls es wieder nötig sein wird.
Mit herzlichen Grüßen aus Ravensburg
Sabine S.

Sehr geehrter Herr Sverdlov,
die Wunde ist gut verheilt, siehe Bild. Wenn ich daran denke, dass mir bis jetzt alle nur durch eine OP helfen wollten, grenzt Ihre Behandlung fast an Zauberei! Vielen Dank dafür!
Maxim R., Bayern (Nicht-operative Analfistel-Behandlung im April 2015)

Sehr geehrter Herr Sverdlov,
ich möchte mich für die hervorragende Behandlung bedanken. Ich denke, bei einer Fistelentfernung ist es v. a. wichtig, dass man in den ersten Tagen möglichst wenig Schmerzen zu verarbeiten hat. Und das war hier der Fall. Dafür nochmal vielen Dank und alles Gute!
Bernd S. Potsdam (Analfistel-Operation am 23.04.2015)